Quartalsbericht 2013 der LANXESS AG

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Bilanzstruktur

Die Konzernbilanzsumme von LANXESS zum 30. September 2013 betrug 7.111 Mio. €. Sie lag damit um 408 Mio. € bzw. 5,4 % unter dem Wert von 7.519 Mio. € zum 31. Dezember 2012. Diese Entwicklung war insbesondere auf einen Rückgang der liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte sowie der Vorräte zurückzuführen. Die Erhöhung der Sachanlagen wirkte gegenläufig.

Das langfristige Vermögen wuchs um 5 Mio. € auf 3.752 Mio. €. Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen stiegen dabei um 34 Mio. € auf 3.418 Mio. €. Die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte lagen im Berichtszeitraum mit 398 Mio. € über dem Wert von 381 Mio. € im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Abschreibungen beliefen sich in den ersten neun Monaten auf 332 Mio. € nach 276 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Aus der erstmaligen Vollkonsolidierung der bisher als assoziiertes Unternehmen geführten LANXESS-TSRC (Nantong) Chemical Industrial Co., Ltd., Nantong (China), sowie aus der Erstkonsolidierung der im April erworbenen Gesellschaft PCTS Specialty Chemicals Pte. Ltd., Singapur (Singapur), ergaben sich insgesamt Zugänge in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe. Der Equity-Beteiligungsbuchwert verringerte sich entsprechend um 8 Mio. €. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte am Gesamtvermögen lag mit 52,8 % über dem Niveau zum 31. Dezember 2012 von 49,8 %.

Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen 3.359 Mio. €, was einem Rückgang gegenüber dem 31. Dezember 2012 um 413 Mio. € bzw. 10,9 % entspricht. Die Vorräte verringerten sich um 139 Mio. € bzw. 9,1 % auf 1.388 Mio. €. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 1.136 Mio. € leicht über dem Niveau zum Jahresende 2012. Die liquiditätsnahen finanziellen Vermögenswerte sanken aufgrund der Veräußerung von Anteilen an Geldmarktfonds um 261 Mio. € auf 150 Mio. €. Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten ergab sich ein Rückgang um 18 Mio. € auf 368 Mio. €. Diese Entwicklung war unter anderem von Investitionsmaßnahmen im laufenden Geschäftsjahr sowie der Finanzierung des Working Capital beeinflusst. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme betrug 47,2 % nach 50,2 % zum 31. Dezember 2012.

In der Bilanz des LANXESS Konzerns sind bedeutende selbsterstellte Vermögenswerte aufgrund der Bilanzierungsvorschriften nicht enthalten. Hierzu gehören der Markenwert von LANXESS sowie die Werte anderer Marken des Konzerns. Sie wurden im Berichtszeitraum mithilfe einer Vielzahl von Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt und unterstützten dadurch die anhaltend erfolgreiche Positionierung unserer Business Units im Markt.

Daneben stellen unsere etablierten Kunden- und Lieferantenbeziehungen einen signifikanten, aber nicht aktivierungsfähigen immateriellen Wert dar. Die jahrelange, durch kontinuierliche Liefer- und Produktqualität gefestigte, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten ermöglicht uns eine Differenzierung von anderen Marktteilnehmern. Unsere Technologie- und Innovationskompetenz, der ebenfalls ein hoher Wert beizumessen ist, fußt auf unserem spezifischen Wissen in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Custom Manufacturing. Hierdurch generieren wir signifikanten Mehrwert für unsere Kunden.

Das Know-how und die Erfahrung unserer Beschäftigten sind ebenfalls tragende Säulen unseres unternehmerischen Erfolgs. Darüber hinaus verschaffen uns ausgereifte Produktions- und Geschäftsprozesse Wettbewerbsvorteile in den für uns relevanten Märkten.

Auf der Passivseite verringerte sich das Eigenkapital gegenüber dem 31. Dezember 2012 um 183 Mio. € bzw. 7,9 % auf 2.147 Mio. €. Der Rückgang war insbesondere auf die Dividendenauszahlung sowie in Summe negative Effekte aus der Währungsumrechnung zurückzuführen. Gegenläufig wirkte das Konzernergebnis der ersten neun Monate von 45 Mio. €. Zum 30. September 2013 lag der Anteil des Eigenkapitals an der Konzernbilanzsumme bei 30,2 % nach 31,0 % zum 31. Dezember 2012.

Das langfristige Fremdkapital sank zum 30. September 2013 um 497 Mio. € auf 3.062 Mio. €. Die Veränderung ist vor allem auf den Rückgang der sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten zurückzuführen, die mit 1.661 Mio. € um 506 Mio. € unter dem Wert zum 31. Dezember 2012 lagen. Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus der Umgliederung der im April 2014 fälligen Euroanleihe in die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen erhöhten sich gegenüber dem Jahresende 2012 um 24 Mio. € auf 917 Mio. €. Der Anstieg ergab sich insbesondere aus den im Berichtszeitraum zusätzlich erdienten Ansprüchen sowie aus Zinseffekten. Der Anteil des langfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme belief sich auf 43,1 % nach 47,3 % zum 31. Dezember 2012.

Das kurzfristige Fremdkapital betrug 1.902 Mio. € und lag somit um 272 Mio. € bzw. 16,7 % über dem Wert zum 31. Dezember 2012. Dies resultierte im Wesentlichen aus der oben beschriebenen Umgliederung der im April 2014 fälligen Euroanleihe in die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten. Gegenläufig wirkten der geschäftsbedingte Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 144 Mio. € auf 651 Mio. € sowie der um 73 Mio. € auf 367 Mio. € gesunkene Wert der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen, im Wesentlichen aufgrund der Inanspruchnahme für Bonuszahlungen an Mitarbeiter für das Geschäftsjahr 2012. Ferner verringerten sich die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten um 51 Mio. €. Der Anteil des kurzfristigen Fremdkapitals an der Bilanzsumme betrug zum Stichtag 26,7 % nach 21,7 % zum Jahresende 2012.

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