Quartalsbericht 2013 der LANXESS AG

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Forschung und Entwicklung

             
Forschung und Entwicklung
             
in Mio.€ Q3/2012 Q3/2013 Veränd. In % 9M/2012 9M/2013 Veränd. In %
             
Forschungs- und Entwicklungskosten 49 43 – 12,2 147 134 – 8,8
in % der Umsatzerlöse 2,3 % 2,1 %   2,1 % 2,1 %  

Wir investieren auch 2013 konsequent in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Bestehende Produkte und Verfahren werden mit einem kurz- bis mittelfristigen Zeithorizont weiterentwickelt und optimiert. Vor allem in der Group Function Innovation & Technology werden darüber hinaus mittel- bis langfristig angelegte Forschungsprojekte initiiert, um auch in den Wachstumsbereichen der Zukunft erfolgreich zu sein und so den nachhaltigen Erfolg des Konzerns zu sichern. In diesem Zusammenhang wurden auch zwei neue Kooperationen mit namhaften Forschungseinrichtungen in China gestartet.

Die Forschungs- und Entwicklungskosten lagen im dritten Quartal bei 43 Mio. €, was einem Umsatzanteil von 2,1 % entspricht. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum haben sich diese Funktionskosten um 12,2 % verringert. Im Neunmonatszeitraum Januar bis September 2013 betrug der Rückgang 8,8 %. Unsere Forschungsprogramme sind an den für uns bedeutenden globalen Megatrends Mobilität, Urbanisierung, Landwirtschaft und Wasser ausgerichtet. Es gilt das im Geschäftsbericht 2012 kommunizierte Ziel, dass kunden- und marktorientierte Innovationen sowohl in Prozessen als auch Produkten unser organisches Wachstum stärken sollen.

Innovationen im Segment Performance Polymers, das sich auf den Trend Mobilität fokussiert, betrafen unter anderem die Entwicklung zweier neuer Kautschuk-Typen auf der Basis von Neodymium-katalysiertem Polybutadienkautschuk. Diese neuen Typen zeichnen sich durch eine hohe Molmasse aus, die zur Herstellung von Reifen mit besonders niedrigem Rollwiderstand notwendig ist. Aufgrund einer neuen, von LANXESS angewendeten Technologie zur Modifikation der Kautschuk-Polymerkette weisen sie Merkmale für eine erheblich leichtere Verarbeitung auf. Darüber hinaus gelang es uns, mit unserer World Scale-Produktionsanlage in Hamm-Uentrop biobasiertes Polybutylenterephthalat (PBT), das Bestandteil unseres Hightech-Kunststoffs Pocan ist, zu produzieren. Dabei wurde der Rohstoff Butandiol nach einem kommerziell erprobten Verfahren eines Kooperationspartners auf der Basis des nachwachsenden Grundstoffs Zucker erzeugt. Damit haben wir einen wesentlichen Schritt in die Richtung gemacht, Pocan künftig auch in Bioversionen anzubieten. Dies untermauert unsere Position als eines der führenden Unternehmen der Spezialchemie, das „Grüne Mobilität“ ermöglicht.

Die dem Segment Advanced Intermediates zugeordnete Business Unit Saltigo begann die Erschließung neuer Anwendungsfelder für das Insektenrepellent Saltidin, das beispielsweise als Zusatz zu Sonnencremes oder zur Imprägnierung von Textilgeweben verwendet werden kann.

Im Segment Performance Chemicals haben wir die Forschung und Entwicklung, zum Beispiel für die Wasseraufbereitung, vorangetrieben. Es gelang uns dort, Ionenaustauscherharze mit niedrigem Perlradius zu entwickeln. Diese ermöglichen Effizienzgewinne in bestimmten membranbasierten Elektrolyseverfahren der Wasseraufbereitung. So ergibt sich unter anderem eine höhere Lebensdauer sowohl des Harzes als auch der Membranen. Dadurch sinken die Betriebskosten aufgrund des geringeren Regeneriermittelbedarfs und Abwasseranfalls. Ferner bieten wir in der Lederverarbeitung nun ein neues Technologie- und Servicekonzept für die sogenannte Wasserwerkstatt. Die dafür neu entwickelten Produkte gewährleisten dort insbesondere unter ökologischen Gesichtspunkten eine deutlich verbesserte Prozessgestaltung, da unter anderem die Abfallmenge reduziert werden kann.

Zum Ende des dritten Quartals 2013 beschäftigte LANXESS im Forschungs- und Entwicklungsbereich 911 Mitarbeiter nach 843 Mitarbeitern zum 31. Dezember 2012. Der Anstieg ist unter anderem auf den Ausbau zentraler Forschungs- und Entwicklungsthemen zurückzuführen.

Für weitere Informationen verweisen wir auf die Erläuterungen zur Forschung und Entwicklung sowie den Chancenbericht im Geschäftsbericht 2012, dort insbesondere auf die Ausführungen zu den globalen Megatrends.

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